Heurigenfest

Chronik der Freiwilligen Feuerwehr Weißkirchen

Die Freiwillige Feuerwehr Weißkirchen wurde am 3. August 1889 offiziell gegründet.

 

Aber schon vor dieser Zeit gab es Einrichtungen zur Hilfe bei Feuerkatastrophen in unserem Markt. So ist im Jahre 1823 die erste Feuerspritze angeschafft worden, deren Bedienung in den Händen einer so genannten Spritzenmannschaft lag. Später kam eine zweite Fahrtspritze dazu und aus dem Jahre 1884 ist der Ankauf eines neuen Fasses zu einer Fahrtspritze bekannt. Als Unterkunft dieser Gerätschaften diente der ehemalige Dr. Eigler-Stall am Platz vorm Pfarrhof (heute Park des Gästehauses Birker). Initiatoren der Gründung der Feuerwehr im Jahre 1889 waren Bürgermeister Eligius Semmelrock und Gemeinderat Engelbert Eibensteiner. Zur Gründungsversammlung sind 40 angemeldete Mitglieder erschienen, die ab nun die Freiwillige Feuerwehr Weißkirchen bildeten. Anfang 1890 erfolgte die einheitliche Uniformierung und die Anschaffung weiterer Gerätschaft stand am Programm. Es gab auch schon den ersten Feuerwehrball und der erste Brand war in Fisching zu löschen. 1911 wurde mit dem Bau eines eigenen Feuerwehrdepots begonnen. Im Jahre 1924 wurde dann die erste Motorspritze angeschafft.

 

Nach dem 2. Weltkrieg begann die Zeit des Wiederaufbaues, auch die Feuerwehr wurde mannschafts- und ausrüstungsmäßig komplett erneuert. 1948 wurde ein Mercedes LF 8 als erstes Auto in den Dienst gestellt, der Jeep-Willys folgte im Jahre 1955. Höhepunkte dieser Jahre waren die 500-Jahr-Feier des Marktes Weißkirchen, Großübungen in Weißkirchen und die Hilfeleistung bei zahlreichen Einsätzen, auch außerhalb des Löschbereiches. 1959 wurde das Depot vergrößert und 1962 kam ein drittes Fahrzeug hinzu. Das Jahr 1980 bedeutete dann einen weiteren Einschnitt bzw. Wendepunkt: Nach 22-jähriger Tätigkeit legte Hauptmann Rigobert Kermann sein Amt zurück, es folgte Alois Monschein. Mit dem Namen Monschein wird die komplette Erneuerung des mittlerweile veraltet Fuhrparkes, sowie der Neubau eines modernen Rüsthauses in Verbindung gebracht. Unter Bürgermeister Gerhard Pilz und HBI Alois Monschein konnte im Beisein von Landeshauptmann Dr. Josef Krainer dieses Haus im Jahre 1984 seiner Bestimmung übergeben werden. Ab 1986 folgten HBI Reinhard Eibensteiner und OBI Karl Grasser.

 

Im Jahre 1990 übernahm Karl Grasser mit Stellvertreter Lorenz Papst das Kommando. Unter den beiden erfolgte die personelle Aufstockung der Feuerwehr Weißkirchen. Weiters wurde die Ausbildung stark forciert. Um den Fuhrpark nicht überaltern zu lassen, wurde im August 1999 ein neues Kleinlöschfahrzeug-Allrad in den Dienst gestellt. Nachdem HBI Karl Grasser und OBI Lorenz Papst ihre Funktion im März 2000 zurücklegten, kamen Reinhold Staubmann als HBI und Alexander Sterlinger als OBI an die Spitze. Die Weißkirchner Feuerwehr ist offiziell seit Inkrafttreten des Landesfeuerwehrgesetzes 1979 für die Gemeinden Eppenstein, Reisstrasse und Weißkirchen zuständig. Rund 3.000 Einwohner umfasst der Löschbereich, die Fläche macht rund 12.100 Hektar aus. An Fahrzeugen stehen ein Tanklöschfahrzeug 4000, ein Kleinrüstfahrzeug, ein Kleinlöschfahrzeug, sowie ein Mannschaftstransportfahrzeug zur Verfügung. An weiteren technischen Geräten seien vor allem das hydraulische Rettungsgerät (Schere und Spreitzer), diverse Pumpen, Stromaggregate und entsprechendes Werkzeug angeführt. Im Jahre 2001 wurde das Feuerwehrhaus um eine Waschbox vergrößert, sowie gleichzeitig der Dachboden ausgebaut, die Kommandokanzlei und der Mannschaftsraum finden hier Platz. HBI Reinhold Staubmann wurde im Jahre 2004 zum Kommandanten des 1. Abschnittes des Bezirkes Judenburg ernannt und gleichzeitig zum Abschnittsbrandinspektor befördert.

 

 

Im Jahre 2006 ging die Homepage der FF Weißkirchen in Betrieb, Wolfgang Wilding war maßgeblich daran beteiligt und betreut diese seither. Im selben Jahr wurde das fünfte Fahrzeug angekauft, es ist dies ein Ford-Ranger Geländeauto, welches als Kommando-Fahrzeug dient und nicht von den Gemeinden, sondern von Sponsoren finanziert worden ist. 2012 legte OBI Alexander Sterlinger seine Funktion als Kommandant-Stellvertreter zurück, zu seinem Nachfolger wurde Jakob Führer gewählt. Eine besondere Herausforderung für die gesamte Wehr war die Durchführung der Steirischen Feuerwehr-Landeswinterspiele im Jänner 2013. Optimale Wetterbedingungen, sowie eine perfekte Organisation waren das Echo auf diese Veranstaltung. Mit dem Erlös wurde die gesamte Mannschaft mit neuer Einsatzbekleidung ausgestattet. Die nächste große Zäsur passierte 2015: Durch die steirische Gemeindestrukturreform wurden die bisher selbstständigen Gemeinden Eppenstein, Maria Buch-Feistritz, Reisstraße und Weißkirchen zur neuen „Marktgemeinde Weißkirchen in Steiermark“ zusammengelegt. Somit sind in einer Gemeinde nunmehr zwei Feuerwehren, Weißkirchen und Baierdorf, beheimatet. Die Löschbereiche wurden gleich belassen. Zwei Jahre vor dem regulären Wahltermin trat Reinhold Staubmann als Kommandant der Feuerwehr Weißkirchen zurück. Stellvertreter Jakob Führer folgte ihm nach, neuer Vizekommandant und somit OBI ist seither Thomas Rechberger. Tatkräftig zur Seite steht Ihnen Zugskommandant BM Mario Leitner und die gesamte Mannschaft der Freiwilligen Feuerwehr Weißkirchen.

 

Mannschaftsmäßig besteht die Feuerwehr Weißkirchen heute aus 57 Aktiven, 6 Ehrendienstgraden, 20 Jugendlichen und 8 Ehrenmitgliedern.


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