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„Black out im Zirbenland“ – was nun?

Weißkirchen und ein Teil von Obdach waren am vergangenen Samstag der Austragungsort der heurigen gemeinsamen Katastrophen-Hilfsdienstübung der Feuerwehrbereiche Murau, Judenburg und Knittelfeld. Man betrat Neuland und handelte damit durchaus brandaktuell – das Thema „Black out“, ohnehin immer mehr in aller Munde, war auch die Annahme dieser Übung:

Im genannten Bereich kam es am Übungstag um ca. 19.00 Uhr auf Grund eines vermuteten technischen Gebrechens im Umspannwerk Baumkirchen zu einem großräumigen Stromausfall. Die Feuerwehr Weißkirchen wurde sofort erstalarmiert und richtete beim örtlichen Gemeindeamt eine Notstromversorgung ein. 

Beim Textilwerk Kufner kam es zu einem Klärgasaustritt sowie einem Glimmbrand in einer Produktionshalle, es galt zwei vermisste Personen zu retten sowie den Brand zu löschen.

Am Areal der Spedition Peinhopf in Fisching ereignete sich ein schwerer Verkehrsunfall zwischen einem LKW und einem PKW mit zwei Verletzten, weiters gab es noch einen Gefahrengutaustritt.

Beim Sägewerk Schaffer in Eppenstein kollidierten ein Radlader und ein PKW, die zwei Personen im PKW konnten schließlich nur mehr noch tot geborgen werden. Durch den Stromausfall war es auch erforderlich, das Heizwerk zu kühlen. 

Schließlich musste noch aus einem Einfamilienhaus gemeinsam mit dem Roten Kreuz ein von Sauerstoff abhängiges Kind zum stromversorgten Gemeindeamt transportiert werden.

Mitarbeiter der Energie Steiermark versuchten gemeinsam mit der Feuerwehr die Ursache des Stromausfalls beim Umspannwerk zu eruieren.

In Obdach kam es bei der Kläranlage zu einem Pumpenstillstand, es gelang eine Notstromversorgung für den Pumpenbetrieb einzurichten. Eine Ölsperre am Granitzenbach wurde aufgebaut, um allfällig in den Bach gelangende Fäkalien absaugen zu können.

Kein Strom bedeutete auch vorerst kein Funkverkehr zwischen den Einsatzkräften, hier musste das Notprogramm (Direct Mode) aktiviert werden.
Schließlich forderte das Rote Kreuz noch einen Rettungshubschrauber an, Feuerwehrkräfte leuchteten den ausgewählten Landeplatz aus.

An der Übung nahmen 225 Feuerwehrmitglieder mit 36 Fahrzeugen aus den Bereichen Murau, Knittelfeld und Judenburg teil, weiters wirkte noch das Rote Kreuz mit 10 Personen mit. Geleitet wurde diese Großübung vom Weißkirchner Kommandanten HBI Jakob Führer gemeinsam mit dem Judenburger KHD-Chef ABI Josef Dumpelnik. 
Mehrere Ehrengäste, so Bgm. Ewald Peer, Landesfeuerwehrkdt.-Stv. Erwin Grangl, Bereichskdt. Harald Schaden, Dietmar Kaiser von der BH Murtal sowie zwei Herren von der Energie Steiermark beobachteten den Ablauf und zeigten sich sehr zufrieden, wie die Feuerwehren auch mit neuen Schadenslagen, wie dem Black-out-Szenario professionell umgehen.


HBM d.V. Gerhard Freigaßner

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