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Leider erfolglos: Suchaktion in Weißkirchen

Als am vergangenen Sonntag, einem heißen, ruhigen Frühsommertag, im Raum Weißkirchen vermehrt Feuerwehr- und sonstige Einsatzfahrzeuge gesehen wurden, ja sogar Hubschrauber intensive Rundflüge absolvierten, da sprach es sich rasch herum, was der Grund für diesen Großeinsatz war:

Eine Suchaktion für eine abgängige 62-jährige Pensionistin aus Weißkirchen.

Die Frau wurde zuletzt am Samstag, den 21. Juni in der Mittagszeit von zwei Personen gesehen, zuerst als sie von Baumkirchen aus in den Mittergraben spazierte und bald darauf dann in der Nähe des Gehöftes vlg. Zois in Schoberegg. Weiters am Abend beim Anwesen des Landwirtes Pchler Roland vlg Liebminger in Paisberg.

Trotz ihrer Krankheit nichts außergewöhnliches, denn sie wanderte sehr oft hierher, besonders jetzt, zur beginnenden 'Schwammerlzeit' schien dies Routine zu sein. Als sie am Abend vor Einbruch der Dunkelheit dann zu Hause aber nicht angekommen war, verständigten die Angehörigen die Polizei.

Eine sofort eingeleitete Suchaktion mit Hilfe der Feuerwehr Weißkirchen, die noch am Samstag in der Zeit von 21 Uhr bis ca. Mitternacht das in Frage kommende Gebiet absuchte, blieb ergebnislos.

Am Sonntag-Morgen wurden diese Aktivitäten wieder aufgenommen. Die FF Weißkirchen bot 28 Mann dafür auf und es wurden vom Einsatzstab, dem auch die Alpinpolizei angehörte, sehr bald weitere Hilfs- und Einsatzkräfte alarmiert. Die Rettungshundebrigade mit zahlreichen Staffeln aus der Steiermark und auch aus Kärnten unterstützte mit 40 Hundeführern und 23 Hunden die Suchmannschaften. Verstärkung gab es auch mit je 12 Mann der benachbarten Feuerwehren Baierdorf und Zeltweg-Stadt sowie 27 Mitgliedern der Bergrettung. Die Polizei war mit 8 Beamten und zwei Hunden vor Ort, weiters flogen unentwegt zwei Hubschrauber ihre Runden.

Das Suchgebiet erstreckte sich von Weißkirchen weg über die Bereiche Mittergraben, Paisberg, Schoberegg, Kohlplatz bis weit hinauf auf den Größenberg. Neben den zahlreichen Straßen und weit verzweigten Forstwegen wurde auch das Gelände durchstreift und so manchem Hinweis nachgegangen, aber die Vermisste konnte nicht gefunden werden.

Die Einsatzkräfte, wurden in Zusammenarbeit mit der Polizei bestens koordiniert welche diese Suchaktion sehr professionell abwickelten, alle gaben ihr Bestes. Mit der Gewissheit, hier wirklich alles getan und ihr Letztes gegeben zu haben, mussten sie aber schweren Herzens resignieren und sich mit der Hoffnung trösten, dass vielleicht doch noch ein Wunder passiert.

Auch die Fortsetzung der Suche am Montag hat bis zum Zeitpunkt der Verfassung dieses Beitrages um ca. 14 Uhr noch kein Ergebnis gebracht.

Detail am Rande: Am Sonntag Vormittag wurde ein 56-jähriger Edelsteinarbeiter aus Weißkirchen, der sich im Suchgebiet beim Schwammerlsuchen einen Knöchel gebrochen hatte und nicht mehr weiterkonnte, von vier Feuerwehrmännern ins Tal getragen, wo er dann mit dem Rettungsauto ins Spital gebracht wurde.

BM d.V. Gerhard Freigassner

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