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Verkehrsunfall auf der Gaberl Bundesstrasse

Bei starkem Schneetreiben kam ein Weststeirer auf dem Gaberl von der Straße ab und lag schwer verletzt im Auto.

Das fast unbeschädigte Auto stand im Bereich Stübler-Gut in der Nähe der Grünmüller-Hütte neben einem Baum, im Fahrzeug lag der Schwerverletzte mit einem Wirbelbruch und einer Unterkühlung wurde am Samstag ein 49-jähriger Hoteldirektor aus Voitsberg nach 22 Stunden von Feuerwehrmännern gefunden - im letzten Moment, wie Bezirksfeuerwehrkommandant Fritz Quinz glaubt.

Der Weststeirer war Freitagnachmittag auf dem Gaberl bei dichtem Schneefall von der Straße abgekommen und 600 Meter über eine Wiese gefahren.

Der Hoteldirektor war auf dem Weg zu seinem Arbeitsplatz nach St. Georgen ob Murau. Gegen 14 Uhr meldete er sich telefonisch bei seiner Frau: "Ich komme nicht mehr weiter, ich muss auf einen Schneepflug warten."

Als der Chef im Hotel nicht eintraf, wurde die Polizei Murau alarmiert. Die Polizisten verständigten die Kollegen in Knittelfeld und Voitsberg. "Wir haben zwei Streifen losgeschickt, aber es waren keine Spuren zu sehen. Es war dunkel und es schneite stark. Das Gebiet ist so groß, dass jede Suchaktion ohne erkennbare Spuren sinnlos gewesen wäre", sagt der Knittelfelder Bezirkspolizeikommandant Karl Holzer.

Das Handy des Abgängigen wurde am Gaberl gepeilt.
Die Murauer Polizei versuchte mehrmals, mit dem Abgängigen telefonischen Kontakt aufzunehmen. Er hob nicht ab. Der Weststeirer dürfte bewusstlos gewesen sein. Weder die Ehefrau noch die Polizei konnten ihn erreichen, am Samstagvormittag versuchte es die Frau neuerlich. Ihr Mann meldete sich und stöhnte ins Telefon: Er sei mit dem Auto "weit hinuntergestürzt", irgendwo zwischen Gaberl und Weißkirchen. Die Frau gab die Nachricht sofort an die Polizei Murau weiter.

Zu diesem Zeitpunkt war die Alpinpolizei Knittelfeld im Bereich Stübler-Gut auf dem Gaberl unterwegs. Doch die Streife wurde zurückbeordert, weil bei der Polizei Judenburg eine neue Meldung von der Polizei Murau einging. Der Mann sei in Weißkirchen in eine Wiese gefahren. Wie es zu dieser Falschmeldung kommen konnte, ist aufklärungsbedürftig.

In der Zwischenzeit sorgte die Schwägerin des Opfers dafür, dass die Feuerwehr alarmiert wurde. Feuerwehrchef Fritz Quinz erreichte den Verunglückten am Handy. Eine halbe Stunde später waren Feuerwehr, Polizei und Notarzt zur Stelle. Das fast unbeschädigte Auto stand im Bereich Stübler-Gut neben einem Baum, im Fahrzeug lag der Schwerverletzte.

Die Feuerwehren Weißkirchen und Zeltweg waren mit 32 Mann im Einsatz, geleitet wurde der Einsatz vom Weißkirchner OBI Alexander Sterlinger. Der Schwerverletzte wurde nahe der Hütte ins Mannschaftstransportfahrzeug der FF Weißkirchen gelegt und herauf zur Bundesstraße B77 transportiert.

Das er am Rücken verletzt war entschied der Notarzt, dass eine Umladung in das Rettungsauto zu gefährlich wäre und so wurde er im Feuerwehrfahrzeug, begleitet vom Notarztauto, ins LKH Judenburg gebracht.

BM d.V. Gerhard Freigassner

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