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Einsatz nach Unwetter

Am Mittwoch, den 3. Juli zogen wieder heftige Unwetter über die Region hinweg, hauptbetroffen war diesmal der Raum Amering – St. Georgen – Obdach – Kathal – Weißkirchen. Innerhalb kürzester Zeit gingen in diesem Gebiet rund 180 Liter Regen pro Quadratmeter nieder und verwandelten sonst kleine Bäche in reißende Fluten.

Die Feuerwehr Obdach wurde als erstes alarmiert, schlussendlich waren dann fast alle Wehren des Bereiches Judenburg mit Ausnahme des Pölstales im Einsatz, 156 Mann mit 32 Fahrzeugen wurden vom Weißkirchner Rüsthaus aus an die verschiedenen Einsatzorte dirigiert. Geleitet wurde dieser Katastropheneinsatz vom Obdacher Kommandanten HBI Gerhard Wagner sowie von OBR Friedrich Quinz, ABI Reinhold Staubmann und ABI Josef Dumpelnik.

Was war geschehen? Der Georgner Bach und der Lauslingbach traten über die Ufer, beschädigten Straßen und landwirtschaftliche Flächen, ja sogar einige Häuser wurden unterspült. Ein Güterzug der ÖBB fuhr in Kathal in eine Mure, die beiden vorgespannten Loks durchquerten die Mure praktisch unbeschadet, der zweite und dritte Waggon - von insgesamt neun Waggons - sprangen aus den Schienen und kippten um. Verletzt wurde niemand.

In Eppenstein und Maria Buch-Feistritz überflutete der Granitzenbach an mehreren Stellen die Bundesstraße und weitere Wege und Felder. Aus einem umfluteten Haus in Kathal musste ein Ehepaar mit der Drehleiter geborgen werden. Zivilschutz-Warnung wurde in Weißkirchen gegeben, die Bevölkerung reagierte sofort, holte Sandsäcke bei der Feuerwehr und schützte damit ihre Häuser. Der Granitzenbach war derart angeschwollen, dass nur wenige Zentimeter fehlten, um große Überschwemmungen zu verursachen.

Es hatte wirklich 'fünf vor zwölf' zu regnen aufgehört, bzw., wenn es auch im Bereich der Seetaler Alpen stärker geregnet hätte, wäre sicher alles im Unterlauf des Granitzenbaches 'geschwommen'.

Das Projekt 'Hochwasserschutz Granitzen' liegt in der Schublade, vielleicht war dieses Ereignis wieder einmal ein 'Wachrüttler' für die Politik ...

BM d.V. Gerhard Freigassner

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